Die "Himmelspforte"


"Die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen ..."

Zu dieser Erkenntnis gelangte der englische Renaissance-Mystiker John Dee um 1600 durch seine "Unterhaltungen mit den Engeln". Diese transzendenten Wesenheiten leben in einer immateriellen Welt, die von den großen Religionen Paradies, Nirvana etc. genannt werden. Um dorthin zu gelangen, muss der Mensch die Pforte durchschreiten, die seine materielle Existenz beendet.

Doch der Mensch ist zeitlebens mehr als das, was wir mit unseren fünf Sinnen erfassen können. Der Körper ist ein Feld aus fließender Energie, die sich über die physischen Grenzen hinaus ausdehnt. Durch die Kirlian-Fotografie etwa wird die individuelle "Aura" sichtbar.

Auch bei der Installation "heaven's gate" geht es nicht um die klassische Abbildung. Vielmehr wird der Mensch bei dieser Kunst in seinem System von Ausdehnung und Bewegung visualisiert und akustisch wahrnehmbar gemacht. Der Computer übersetzt die technischen Signale eines Zeitabschnitts in ein bit-Raster. Was wir dann hören und sehen, sind wir selbst - nach dem Verständnis des Computers.



b@d@rt 2001